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Neujahrsgruß PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Elke Korell   
Freitag, den 27. Januar 2012 um 00:00 Uhr

- Simeon -

Das Knäblein nach acht Tagen ward in Jerusalem
ins Gotteshaus getragen vom Stall in Bethlehem.

Da kommt ein Greis geschritten, der fromme Simeon;
Er nimmt in des Tempels Mitten vom Mutterarm  den Sohn;
vom Angesicht des Alten ein Strahl der Freude bricht.

Er preiset Gottes Walten weisungsvoll und spricht:
„Nun lässest du in Frieden, Herr, deinen Diener gehn,
da du mir noch beschieden, den Heiland anzusehn,
den du zur Welt gesendet, dass er dem Heidentum
des Lichtes Helle spendet zu deines Volkes Ruhm!“

Mit froh erstaunten Sinnen vernimmt`s der Eltern Paar.
Dann tragen sie von hinnen das Knäblein wunderbar.


Mit einem Text von Detlev Block, der von Peter Cornelius vertont wurde grüße ich die Gemeinde am Anfang eines noch jungen Jahres.

Während wir schon Schritt für Schritt auf den noch unentdeckten Wegen dieses Jahres unterwegs sind leuchtet noch einmal die Weihnachtsbotschaft auf. Durch die Begegnung mit Maria, dem greisen Simeon und der Witwe Hannah kommen wir in Berührung mit dem Kind in der Krippe. Das alte Fest Lichtmess zeigt worum es geht: Es will den Blick für eine tiefere Sicht weiten. Die vor uns liegende Fastenzeit kann unsere Sinne schärfen ehe sich der Festkreis schließt. Im viel besungenen Licht zur Weihnacht begegnet uns, letztendlich Gottes Liebe zu den Menschen.
Wir dürfen uns noch so viel Glück und Erfolg wünschen, gerne auch einmal eine Maske aufsetzen, irgendwann jedoch holt uns die Wirklichkeit ein. Wir spüren, dass uns die Hände gebunden sind, dass Recht und Gerechtigkeit in Gefahr sind, die Wahrheit bedroht, das Leben Rätsel aufgibt und nicht von Schmerzen verschont bleibt. Im Erkennen, dass unser Leben seinen  Sinn und seine Schönheit nicht nur aus dem gewinnt, was wir Glück nennen, sondern aus der Liebe die uns über den Karfreitag in einen hellen Ostermorgen hinüber rettet, erfahren wir Geborgenheit in Gott.
„Komm mit!“ ruft uns Simeon zu: Seine Augen haben das Heil, den Heiland, gesehen. Getrost geht er seinen Weg. -

Kommt, gehen wir gemeinsam.
wünscht eure Prädikantin, denn.......

Die Tage werden länger, die Sonne gewinnt an Kraft.
Die Natur beginnt zu erwachen, neues Leben regt sich.
Neues Leben auch für mich?
Es ist Passionszeit, Zeit der Vorbereitung. Ein Weg hin zu Ostern.
Dem Fest des Lebens.
Raum in mir will ich dieser Zeit geben.
Dazu will ich loslassen, aufbrechen.
Ein Weg, der in die Wüste führt in meine eigene Wüste.
In meine Leere, in meine Hilflosigkeit, bloß fühle ich mich.
Es ist ein Weg der Wahrheit. Zu mir wie ich wirklich bin.
Mensch ohne Maske.
Passionsweg, Weg des Loslassens.
Ich kann ihn gehen, weil einer ging – vor mir,
bis zum letzten Ende, weil einer litt – vor mir,
bis zum letzten Ende.
Und weil er den Weg ging und durchlitt,
wartet auf mich am Ende des Weges nicht der Tod, sondern das Leben.

 

Erzähl von Weihnachten II.

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